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16. Oktober 2014 | Infrastructure Services

Deutsche Börse kooperiert mit der African Stock Exchange Erste pan-afrikanische Börse soll 2015 starten / Xetra-Teilnehmer erhalten leichteren Zugang zu Märkten in Afrika

Die African Stock Exchange (AFSX) wird zukünftig die Technologie des Handelsplatzes Xetra der Deutschen Börse sowie deren Support-Dienstleistungen nutzen. Die AFSX ist ein Start-up mit Sitz in Mauritius und verfolgt das Ziel, Wertpapierhandel für ganz Afrika anzubieten. Xetra-Handelsteilnehmer werden künftig mithilfe der Infrastruktur der Deutschen Börse leichter auf die afrikanischen Finanzmärkte zugreifen können. Zudem werden Marktteilnehmer aus Afrika technisch Zugang zu einem großen, paneuropäischen Händlernetz erhalten.

„Das Handelssystem basiert auf einer sehr stabilen und zuverlässigen Technologie und zeichnet sich auch durch geringe Latenz aus. Diese Spitzentechnologie, die die Deutsche Börse an ihren eigenen Handelsplätzen Xetra und Börse Frankfurt einsetzt, macht die Märkte transparenter und sicherer. Das Handelssystem wird zudem von vielen Börsen in Europa erfolgreich genutzt, daher ist es für die African Stock Exchange eine gute Wahl und solide Basis für den Marktstart“, sagte Hauke Stars, Mitglied des Vorstands und verantwortlich für den Geschäftsbereich Information Technology und Market Data + Services der Deutschen Börse.

Dhaneshwar Damry, Chairman der AFSX erklärte: „Eine wirklich gesamtafrikanische Börse ist ein entscheidender Faktor zur Förderung von Unternehmertum und Innovation vor Ort – wichtigen Job- und Entwicklungsmotoren für den afrikanischen Kontinent. In dieser innovativen Partnerschaft greift ein Team talentierter, zielstrebiger Afrikaner auf die Technologie, das Netz aus Handelspartnern und die Expertise der Deutschen Börse zurück. Getrieben von dem Wunsch, am Aufstieg Afrikas teilzuhaben, möchten die AFSX-Mitarbeiter ein Finanzzentrum errichten, das Zugang zu unserem Kontinent bietet. Durch die höhere Liquidität werden im Gegenzug die heimischen Handelsplätze gestärkt.“

Die Handelstechnologie der Deutschen Börse wird kontinuierlich weiterentwickelt und bereits von mehreren Börsen in Europa genutzt. Die Wiener Börse führte sie 1999 ein, die Irish Stock Exchange im Jahr 2000. 2008 folgte die Bulgarian Stock Exchange und 2010 die Ljubljana Stock Exchange in Slowenien. Malta und Prag kamen 2012 hinzu; die Cayman Islands und Budapest folgten 2013. Auch die Eurex-Tochtergesellschaft Eurex Bonds nutzt das Handelssystem. Darüber hinaus verwendet es die Shanghai Stock Exchange als Basis für das eigene Handelssystem.

Über das elektronische Handelssystem der Deutschen Börse für den Kassamarkt

Das Handelssystem der Deutschen Börse für den Kassamarkt schafft einen effizienten Zugang zu den Kapitalmärkten, unterstützt modernste Handelstechniken und bietet ein konstant wachsendes Angebot an handelbaren Wertpapieren. Es setzt höchste Standards in puncto Zuverlässigkeit, Sicherheit, Geschwindigkeit und Innovation. Ca. 200 Teilnehmer der Partnerbörsen und 230 europäische Banken und Wertpapierhandelshäuser mit Zulassung an der Frankfurter Wertpapierbörse aus insgesamt 18 Ländern sind an das Teilnehmernetzwerk angeschlossen. Das Netzwerk bietet höchste Liquidität, Transparenz und Kosteneffizienz. Über 1,1 Mio. Wertpapiere werden derzeit mit dieser Technologie gehandelt, so viele wie auf keiner anderen Handelsplattform.

Über die African Stock Exchange

Die African Stock Exchange (AFSX) ist die erste echte afrikaweite Wertpapierbörse, die internationale und afrikanische Anleger und Emittenten aus Afrika zusammenbringt. Das AFSX-Team besteht aus ambitionierten afrikanischen Unternehmern, die es sich zum Ziel gesetzt haben, eine gerechte und nachhaltige Wachstumsentwicklung anzustoßen, die wirtschaftliche und soziale Aspekte gleichermaßen berücksichtigt und ganz Afrika umfasst.

Dabei greift die AFSX zur Verbesserung der Konnektivität der internationalen Handelspartner und Gewährleistung der Skalierbarkeit und einer reibungslosen Ausführung auf die Technologie und die Support-Dienste des Xetra-Handelsplatzes der Deutschen Börse zurück. Die AFSX ist außerdem entschlossen, international angesehene regulatorische Standards für Emittenten durchzusetzen, was sich positiv auf das Anlegervertrauen und den Kapitalschutz auswirken soll.

Das Unternehmen mit Sitz auf Mauritius, einem der wichtigsten Finanzzentren Afrikas, erfreut sich starker Unterstützung durch die Regierungsbehörden vor Ort und in anderen Teilen Afrikas. Die AFSX hat eine Börsenzulassung beantragt, die der aufsichtsrechtlichen Genehmigung durch die Financial Services Commission (FSC) von Mauritius unterliegt.


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