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Herausforderungen von SFTR 

Nach Veröffentlichung der finalen Umsetzungsdetails von SFTR kristallisieren sich signifikante zusätzliche laufende Anforderungen an das Meldewesen heraus:

Datenverfügbarkeit und Konsistenz

  • Meldeumfang: 153 Meldefelder, Umfang und Art je nach Geschäftsart unterschiedlich mit signifikanten Referenzdatenanforderungen
  • Konsistenz mit Meldung der Gegenseite: Der Großteil der Felder muss exakt oder mit geringen Toleranzen mit der Meldung der Gegenseite übereinstimmen
  • Datenbeschaffung: Datenhaltung ist verteilt zwischen Front- und Backofficesystemen, teilweise liegt Datenhoheit bei externen Parteien wie CCPs oder Agent Lenders (z.B. Unique Trade Identfier)

Kenntnis über Kontrahenten erforderlich

  • Identifizierung von Gegenparteien und Sicherheiten über LEIs erforderlich
  • Verwaltungsgesellschaften: Meldung muss im Namen der betreuten Investmentvermögen (AIF, OGAW) erstellt und abgegeben werden
  • On-Behalf Reporting: Im Falle von Geschäften mit „kleinen“ nicht-finanziellen Gegenparteien geht die Reportingverpflichtung auf die Finanzielle Gegenpartei über 
  • Geschäfte mit Mitgliedern des Europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB): fallen nicht unter den Anwendungsbereich von SFTR, jedoch sind diese Geschäfte gem. Art. 26 MiFIR meldepflichtig. 

Aufsatz des Meldewesens und Prozesse

  • Identifizierung sämtlicher Wertpapierfinanzierungsgeschäfte über eine eindeutig zu vergebende Transaktionskennung (UTI), welche durch beide Gegenparteien benutzt werden muss
  • Sicherheitenmeldung: Verschiedene Meldelogiken zur Zuordnung von Sicherheiten zu einzelnen oder mehreren Geschäften  
  • Enge Meldefrist: Meldung muss spätestens am Tag nach Geschäftsabschluss (t+1), sowie bei jeweils bei jeder Änderung oder bei Beendigung des Geschäfts an ein Transaktionsregister  (auch jeweils i.d.R. (t+1)) erfolgen. 
  • Korrekte und konsistente Bestimmung der „Action“ Types für die Meldung von Wertpapierfinanzierungsgeschäften über den Lebenszyklus hinweg unter Berücksichtigung von Best Practices im Bereich Geschäftsverbuchung 
  • Nachmeldeanforderung: Existierende Wertpapierfinanzierungschäfte sind innerhalb von 190 Tagen einmalig in das Transaktionsregister nachzuladen („Backloading“)


SFTR ähnelt damit in der Struktur den Pflichten, die mit EMIR für OTC Derivative umgesetzt wurden. Daher sind mehr oder minder starke Anpassungen an bestehenden IT-Architekturen und Geschäftsprozessen zu erwarten. Deutsche Börse Regulatory Reporting Hub unterstützt Sie gerne dabei, diese Herausforderungen zu meistern.